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Das Pferd ist dein Spiegel

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Es ist überraschend, wie sehr sich Reiter und Pferd gegenseitig beeinflussen, sowohl in ihrer mentalen als auch in ihrer körperlichen Verhaltensweise. Dies trifft insbesondere auf Reiter-Pferd-Paare zu, die seit langem aneinander gewöhnt sind.

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ART 84
das Verhalten des Pferdes steuern
mit Gefühlen umgehen
mentale Kontrolle
die Verbindung zum Pferd verbessern
Pferd-/Reiter-Harmonie
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Es ist überraschend, wie sehr sich Reiter und Pferd gegenseitig beeinflussen, sowohl in ihrer mentalen als auch in ihrer körperlichen Verhaltensweise. Dies trifft insbesondere auf Reiter-Pferd-Paare zu, die seit langem aneinander gewöhnt sind.

Von einem Reiter zum anderen...

Wenn ich das Pferd eines anderen Reiters reite, spüre ich diesen Einfluss sehr schnell.
Und zwar derart, dass man rasch auf die gleichen Fehler wie der übliche Reiter verfallen kann, wenn man nicht aufpasst.
Kürzlich ritt ich ein gleichmäßiges, ausgeglichenes Pferd, das vor allem sehr ruhig bei der Dressurarbeit war. Nach dem Lösen beschloss ich, zunächst an einigen ganz niedrigen Hindernissen zu arbeiten. Einige Galoppsprünge vor einem kleinen Hindernis spürte ich plötzlich eine ungewöhnliche Unruhe beim Pferd: Seine Atmung blockierte, seine Bewegungen verloren an Geschmeidigkeit. Das Pferd sprang, doch seine Bewegung war wie vor Angst gelähmt. Einige Meter nach der Landung war es wieder ruhig und atmete normal.

Es war nicht schwer, zu verstehen, dass das Pferd das Angstverhalten seiner üblichen Reiterin wiederspiegelte. Die Gefahr bestand darin, dass ich mich von dem Pferd zum Mitspielen hätte verleiten lassen können. Dann hätte auch meine eigene Atmung vor jedem Sprung blockiert.

Es lassen sich viele andere Beispiele nennen. Ein Reiter, der mit zu hohen Händen reitet, setzt sich auf bestimmte Weise in den Sattel. Um die durch die schlechte Gewichtsverteilung des Reiters verursachte Beeinträchtigung auszugleichen, wird das Pferd dazu neigen, seine Haltung so zu organisieren, dass es am wenigsten leidet. Wenn Sie dieses Pferd reiten, werden Sie schnell dazu neigen, den gleichen Fehler wie sein Reiter anzunehmen, da Sie das Pferd durch sein Verhalten und seine Haltung in diese schlechte Haltung bringen wird.
Ebenso, wenn Sie selbst verspannt und besorgt sind, wird das Pferd Ihre Verspannung wahrnehmen und sich selbst blockieren. Und zwar im Allgemeinen das gleiche Körperteil wie Sie selbst, nämlich ein verkrampfter Kiefer oder ein steifer Rücken.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Ich stelle übrigens regelmäßig fest, dass dieselben Reiter oft denselben Pferdetyp reiten. Ein Reiter, der ein Pferd lange Zeit mit einer besonderen Technik und einem besonderen Stil geritten hat, wird dazu neigen, bei allen Pferden, die er reitet, dieselbe Konfiguration zu suchen und zu bewirken. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und neigt dazu, stets die gleichen Situationen zu schaffen. Ich erinnere mich an eine Reiterin, die viele Turniere mit einem sehr hitzigen Pferd gewann, das mit hocher-hobenem Kopf und hochgestrecktem Hals sprang. Heute haben alle Pferde, die sie reitet, die gleiche Haltung. Ich bin überzeugt davon, dass ihr aufgrund dieser mangelnden Analyse zahlreiche andere Erfahrungen entgehen. Diese Erfahrungen würden sicher dazu beitragen, dass sie in ihrer Reitweise Fortschritte macht. Es ist auch sehr schädlich für die Pferde, die in dieser falschen und unnatürlichen Haltung unvermeidlich leiden. Sie zeigen übrigens alle kurzfristig dieselben Pathologien.

Zu seiner wahren Natur zurückfinden...

Um mit diesen Situationen umzugehen, in denen der Reiter dazu neigt, seine Reitweise von den Gewohnheiten oder Fehlern des Pferdes abhängig zu machen, ist es von grundlegender Bedeutung, sich stets auf seine eigenen Gefühle zu konzentrieren, und seine Grundhaltung beizubehalten. Und zwar solange, bis das Pferd spürt, dass es komfortabler ist, in normaler Haltung zu gehen.
Oft nehme ich als Ausgangspunkt die körperliche Beschaffenheit des Pferdes, und zwar mit dem Ziel, es in der Folge in eine mentale Disposition zu versetzen, die für die qualitative Arbeit günstig ist. Ich beginne beispielsweise mit dem Lösen an der Longe. Ohne Reiter auf dem Rücken kann sich das Pferd frei bewegen und seinen Körperzustand organisieren, um mit seinem Körper bei der Arbeit unter dem Reiter verfügbarer zu sein.
Ich kann auch von einer Analyse meines eigenen mentalen oder körperlichen Zustands ausgehen. Es ist wichtig, sich nicht von Zwängen wie Angst, Groll oder Wut zu einem bestimmten Verhalten verleiten zu lassen. Kurz gesagt, man selbst zu sein, das heißt eine ausgewogene Verteilung seiner Energie zwischen seinen Handlungen, seinen Gedanken und seinen Empfindungen zu haben. Wenn die Gefühle, die Angst oder die Wut Überhand nehmen, werden die Analysefähigkeiten beeinträchtigt, und die Handlungen verlieren ihre Effizienz. Die Kommunikation mit dem Pferd kann nicht mehr klar und verständlich sein.
Nachdem «der Kopf» richtig konditioniert ist, kann man sich - ausgehend von einer freien Geistesverfassung - darauf konzentrieren, an seiner Körperhaltung zu arbeiten und sich so weit wie möglich dem idealen Sitz zu nähern. Nur unter dieser Bedingung können Reiter und Pferd wirklich in Harmonie sein.

 

 

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Der fliegende Galoppwechsel - 1

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Unter Berücksichtigung ihres Alters und ihrer Erfahrung müssen somit Turnierpferde so ausgebildet werden, dass sie auf Aufforderung ihres Reiters einen Galoppwechsel machen können...

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REF ART38
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Um ein Hindernis auf einer Bogenlinie oder nach einer Wendung anzureiten, kann das Pferd seine gesamte Kraft und sein Potenzial an Geschmeidigkeit einsetzen, wenn es auf der richtigen Hand galoppiert. Das heißt auf der Hand, die der Wendung entspricht: Im Rechtsgalopp bei einer Rechts-wendung, und im Linksgalopp bei einer Linkswendung.

Das Pferd wird nämlich u.a. durch den inneren Hinterfuß, der in der Wendung unter den Schwerpunkt tritt.

Unter Berücksichtigung ihres Alters und ihrer Erfahrung müssen somit Turnierpferde so ausgebildet werden, dass sie auf Aufforderung ihres Reiters einen Galoppwechsel machen können, und auch dazu in der Lage sein, ein Hindernis auf einer bestimmten Hand anzugehen und auf der anderen Hand zu landen.

Für die richtige Ausführung und das Begreifen einer Bewegung ist eine Experimentierphase erforderlich. Dies mag offensichtlich erscheinen, doch ich habe so viele Pferde gesehen, die blockierten, weil ihre Reiter unbedingt ihren Galoppwechsel erfolgreich durchziehen wollten.

Auch hierbei handelt es sich um eine Frage der Geistesverfassung. Bei jeder Übung, jeder Bewegung und jedem Sprung müssen die gleichen mentalen Parameter unter Kontrolle stehen. Die Angst vor dem Scheitern gehört zur Beeinträchtigung des Geistes, durch die der Fortschritt blockiert wird. Sie müssen Ihrem Pferd und sich selbst die wertvolle Zeit des Experimentierens lassen, wie bereits gesagt. Jeder hat das Recht auf Unvollkommenheit. Man muss sich vor allem ein präzises Ziel setzen und ein Umfeld vorsehen, das für die gute Ausführung der Übung günstig ist. Natürlich müssen auch hierbei die zu Beginn dieses Buches angesprochenen Fortschrittsregeln eingehalten werden. Auch wenn die große Mehrheit der Pferde in Freiheit leicht den Fuß wechselt, kann man unterscheiden zwischen:
. dem gut ausgebildeten Pferd, das wie ein Roboter mit jedem beliebigen Reiter auf Verlangen den Fuß wechseln kann,
. dem begabten jungen Pferd mit einem erfahrenen Reiter,
. und schließlich dem unerfahrenen Pferd mit einem unerfahrenen Reiter.
Die beiden ersten Kategorien bereiten keine Schwierigkeiten. Für die dritte Kategorie gilt jedoch weiterhin das Sprichwort: «Junger Reiter, altes Pferd – alter Reiter, junges Pferd.» Anders ausgedrückt, wenn sowohl Sie selbst als auch Ihr Pferd unerfahren sind, ist es besser, wenn jeder zunächst alleine den Galoppwechsel lernt. Auf diese Weise werden Sie selbst und Ihr Pferd viel schnellere Fortschritte machen. Es ist immer besser, mit einem Pferd oder einem Reiter, der seine Sache gut beherrscht, Routine zu gewinnen. Wie bereits gesagt: Gute Pferde und gute Reiter erhält man durch gute Übungsstunden. Darum ist es wichtig, nicht gleichzeitig die Pferde und die Reiter vor unüberwindbare Schwierigkeiten zu stellen, sondern auch die physischen und mentalen Parameter zu berücksichtigen, die für die gute Ausführung der Übung erforderlich sind.

Das Pferd muss vor allem vertrauensvoll angaloppieren können. Wenn es dazu in der Lage ist, Schritt-Galopp-Übergänge und Galopp-Schritt-Übergänge in aller Ruhe auszuführen, ist die Vorbereitung auf dem besten Wege. Ebenfalls ist eine gute Galoppqualität (vgl. Kapitel 9), sowohl auf der linken als auch auf der rechten Hand, die Vorbedingung für den erfolgreichen Galoppwechsel. Damit meine ich ein Pferd, das auf einer Volte von 8 m Durchmesser galoppieren kann, wobei der Reiter nur leicht mit den Schenkeln und den Händen einwirkt.

Sofern diese Vorbedingung nicht erreicht ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Galoppwechsel möglich ist. Natürlich kann man trotzdem sein Glück versuchen, doch dies ist nicht sehr aussichtsreich...

 

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Atmung und Entspannung

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Durch ruhiges, tiefes Atmen kann man mit sich selbst in Harmonie bleiben, wachsam sein und seine Reflexe in Bereitschaft halten, um mit unverkrampfter Muskulatur Bewegungen ausführen zu können.

Mots clés: 
REF ART73
Entspannung des Reiters
Geistige Kontrolle des Reiters
mentale Kontrolle
Mentale Vorbereitung des Reiters
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Um den Zustand der geistigen und körperlichen Entspannung zu erreichen, von dem bereits die Rede war, ist auch die Atmung eine gute Möglichkeit, um sich auf sich selbst zu konzentrieren und seinen Geist im jetzigen Augenblick festzuhalten. Durch ruhiges, tiefes Atmen kann man mit sich selbst in Harmonie bleiben, wachsam sein und seine Reflexe in Bereitschaft halten, um mit unverkrampfter Muskulatur Bewegungen ausführen zu können.

Schauen Sie sich an, wieviel große internationale Reiter ihre Atmung übertreiben. Zwei oder drei Galoppsprünge vor dem Hindernis wird durch kräftiges Ausatmen die Emotion verjagt, um in die Gegenwart zurückzukommen.

Sie haben sicher selbst bereits festgestellt, wie sehr die Atmung ein wichtiger Anzeiger für die geistige Anspannung sein kann. Wenn alles ruhig ist, ist die Atmung gleichmäßig und tief. Doch bei der geringsten Emotion wird sie blockiert, wodurch sich der ganze Körper versteift. 

Der Reiter muss sich ihrer bedienen können, um die Entspannung und Geschmeidigkeit zu erreichen, die für die einwandfreie Funktionsweise des Körpers unerlässlich sind.

Um diese Entspannung zu erreichen, müssen Sie lernen, richtig zu atmen. Dies gehört zum Training des Reiters.

Wenn man jemanden dazu auffordert, tief einzuatmen, wird er in den meisten Fällen dazu neigen, nur mit dem oberen Teil des Oberkörpers zu atmen und die Brust aufzublähen. 

Richtig atmen heißt jedoch, die Luft so tief wie möglich in den Körper einströmen zu lassen - als ob die Luft bis in das Becken gelangen würde.

Versuchen Sie dies jetzt. Kontrollieren Sie Ihre Atmung, indem Sie die Hand auf Ihren Bauch legen. Er muss sich heben. Idealerweise sollte das Ausatmen zweimal länger als das Einatmen sein, da es für die Muskelentspannung sorgt, und den Körper nach unten zieht. 

Zu Pferd hängt die Mobilität des Brustkorbs und des Zwerchfells von der Körperhaltung ab. Wenn Sie sich nach vorne beugen, mit runden Schultern und rundem Rücken, ist es sehr schwierig, tief mit dem Bauch zu atmen.

Üben Sie zunächst im Schritt. Sehen Sie in die Ferne und stellen Sie sich vor, dass die Luft bis in Ihre Stiefel hinabgelangt.

Sie werden feststellen, dass sich Ihre Muskeln lösen, Sie entspannen  sich, Ihr Pferd beruhigt sich, sie kehren zu einer Haltung zurück, die das  geschmeidige Funktionieren Ihrer Gelenke ermöglicht. 

Beim Ausreiten, im Schritt mit einem entspannten Pferd, ist die Atmung ruhig und gleichmäßig, und der Blick in die Ferne gerichtet. Sie müssen sich darum bemühen, genau diese Haltung beim Anreiten eines Hindernisses einzunehmen. Genau das tun alle großen Meister.

«Leichter gesagt als getan!» werden Sie mir entgegnen. Um das zu üben, beginnen Sie auch hier mit ganz einfachen Übungen: Beispielsweise über Bodenstangen reiten. Versuchen Sie, herauszufinden, zu welchem Zeitpunkt Sie das Gefühl haben, dass sich Ihre Blick- und Atemhaltung ändert. Üben Sie auf progressive Weise an 50 cm hohen Hindernissen, und dann 1 m, auf einem Parcours zuhause und auf dem Turnier. Natürlich wird Ihre Atmung auf dem Turnier schneller gehen. Die Anstrengung wird erhöht, aber die Geistesverfassung muss gleich bleiben. Lernen Sie, Ihre geistige Tätigkeit zu kontrollieren.

 Reiter, die mit Hilfe dieser Atemtechniken Fortschritte machen möchten, können sich an Yoga und anderen orientalischen Techniken orientieren.

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Die Longenarbeit - 1. Teil

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Ich habe Stunden damit verbracht, Pferden an der Longe zuzusehen. Dabei habe ich viel über ihre Bewegung, aber auch über ihre Reaktionen gelernt. Das gleiche gilt übrigens für das Pferd: Sei es an der Longe oder frei, es beobachtet die Reaktionen des Menschen. Nach einigen Runden findet ein feines Spiel zwischen Ranghöherem und Rangniedrigerem statt, wie mit einem Hund (...)

Mots clés: 
REF ART76
longe
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Ich habe Stunden damit verbracht, Pferden an der Longe zuzusehen. Dabei habe ich viel über ihre Bewegung, aber auch über ihre Reaktionen gelernt. Das gleiche gilt übrigens für das Pferd: Sei es an der Longe oder frei, es beobachtet die Reaktionen des Menschen. Nach einigen Runden findet ein feines Spiel zwischen Ranghöherem und Rangniedrigerem statt, wie mit einem Hund. Mal braucht das Pferd Dominanz, ohne zu übertreiben, sonst schränkt es seine Bewegungen ein, mal dominiert es selbst, indem es seiner Freude und dem Glück, sich frei zu bewegen, freien Lauf lässt. 

Ich erinnere mich an Jean-Claude, einen Pferdepfleger, den ich vor ein paar Jahren eingestellt hatte. Am Tag seiner Ankunft am Stall bat ich ihn darum, eines meiner Pferde zu longieren. Nach einigen Runden und ein paar Freudensprüngen bleibt das Pferd stehen und wartet ab, mit dem Blick auf den Longenführer. Jean-Claude ist etwas aus dem Konzept gebracht und lässt die Peitsche knallen, doch nach einigen Runden bleibt das Pferd erneut stehen und stellt sich ihm gegenüber auf.

Als Beobachter der Szene frage ich Jean-Claude:

«Welchen Körperteil des Pferdes siehst du an, wenn du longierst?» 

«Also, ich glaube, ich sehe auf seinen schönen Kopf!» 

In der Tat, alle Leute, die nicht gelernt haben, zu longieren, neigen dazu, sich vor dem Pferd zu stellen und seinen Kopf anzusehen. Doch wie wir wissen, sind Pferde Fluchttiere. Dies hat natürliche Reflexe zur Folge: Die Vorwärtsbewegung lässt sich leichter erhalten, wenn das Pferd durch eine hinter ihm befindliche potentielle Gefahr angetrieben wird.

Wenn die Gefahr jedoch vor ihm auftaucht, wird es dazu neigen, anzuhalten und in der umgedrehten Richtung davonzustürmen.

Bei der Longenarbeit wird das Pferd aufgrund derselben Reflexe dazu veranlasst, vorwärts zu gehen oder stehenzubleiben.

Darum forderte ich Jean-Claude dazu auf, weiter zu longieren, und dabei auf die Sprunggelenke des Pferdes zu sehen, dann auf den Gurtbereich, und dann auf den Kopf.

«Versuche, dir über die unterschiedliche Verhaltensweise des Pferdes klar zu werden, je nachdem, wo du hinsiehst.» (...)

Jean-Claude wurde sich schnell bewusst, dass das Pferd spürte, dass es besser vorwärts gehen sollte, wenn er seinen Focus auf die Hinterhand richtete. 

Nach einigen Runden kam Jean-Claude zu der Schlussfolgerung, dass der Panoramablick hinter dem Gurtbereich am zufriedenstellendsten war, weil sich damit ein ruhiges Pferd mit gleichmäßigen Gängen erhalten ließ (...)
 

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Wie trifft man den richtigen Absprungspunkt - 2. Teil

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Auch wenn ein guter Galopp die unerlässliche Voraussetzung für ein gelungenes Anreiten ist, so bin ich davon überzeugt, dass 90% der Distanzprobleme auf die mentale Verfassung des Reiters zurück zu führen ist.

Mots clés: 
Absprung am Hindernis
Galoppsprünge zum Hindernis
Taxieren von Distanzen
mentale Vorbereitung
Geistige Vorbereitung
REF ART70
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Auch wenn ein guter Galopp die unerlässliche Voraussetzung für ein gelungenes Anreiten ist, so bin ich davon überzeugt, dass 90% der Distanzprobleme auf die mentale Verfassung des Reiters zurück zu führen ist. Das Anreiten wird dann zu einem Problem, wenn Angst und Zweifel aufkommen. Nehmen wir beispielsweise einen höchst konzentrierten Reiter mit flexiblem Sitz und geschmeidigen Bewegungen. Einige Galoppsprünge vor dem Hindernis geht ihm Folgendes durch den Kopf: «Dieses Hindernis ist wirklich zu hoch… ich werde zu weit… zu nah… abspringen… mein Pferd wird verweigern… ich werde stürzen...» Der Reiter versteift sich, ändert seine Haltung und sieht zu Boden. Das Pferd wird seinerseits unruhig, und sein Galopp verschlechtert sich. Damit wird es schwierig, das Hindernis unter guten Bedingungen anzugehen. 

Um dieses Problem zu lösen, müssen der Reitlehrer und der Reiter den Zeitpunkt ermitteln und analysieren können, zu dem der Reiter seine Gelassenheit verliert. Liegt es am mangelnden Selbstvertrauen oder am fehlenden Vertrauen ins Pferd? Oder sucht der Reiter etwas, was er nicht findet? Im Parcours reiten die Reiter im Allgemeinen das Hindernis, das sie am schwierigsten finden, schlecht an. Der Reitlehrer muss besonders seine Wortwahl überwachen, um bei seinem Schüler keinerlei Schuldgefühle zu wecken. Bemerkungen wie: 

«Du reitest immer zu groß … zu dicht» haben eine verheerende Wirkung auf die Psyche des Reiters. Man muss sich im Gegenteil darum bemühen, alle negativen Gedanken und Beeinträchtigungen des Geistes zu erkennen und zu beseitigen. 

Es muss bedacht werden, dass ein schwieriger Absprung im Allgemeinen nicht die Folge des falschen Taxierens des Reiters ist, sondern vor allem ein Problem der mangelnden Gelassenheit in Anbetracht des Hindernisses. Es passiert uns allen, zu dicht oder zu weit entfernt von einem Hindernis anzukommen. Doch wenn das Pferd gleichmäßig galoppiert und der Reiter in einer flexiblen und lockeren Haltung reitet, kann sich das Pferd strecken oder verkürzen, um eine passende Absprungstelle zu finden. Dafür muss der Reiter in seiner Haltung dazu bereit sein, mit den Bewegungen seines Pferdes mitzugehen... und er muss auch im Geiste dazu bereit sein. Das ist echte Harmonie: Ein gelassener Reiter und ein zufriedenes Pferd, das seinen Körper frei einsetzen kann. 

Der Panoramablick und die Atemkontrolle stellen wertvolle Hilfen dar, um die muskuläre und mentale Entspannung des Reiters zu erwirken. Dies haben wir in den vorausgehenden Kapiteln untersucht.

Trainieren Sie mit einfachen Übungen, korrekten Distanzen und kleinen Hindernissen: Eine Bodenstange - 3 passende Galoppsprünge - ein Steilsprung von 30 cm - ein kleines Kreuz - 4 passende Galoppsprünge - ein kleiner Oxer... Wenn der Reiter die Übung unbesorgt angeht, nimmt er wahr, was geschieht, und die Entfernung, die ihn vom nächsten Hindernis trennt, gelassen taxieren. Durch das wiederholte Anreiten mit passenden Galoppsprüngen kann man sich das Gefühl für den optimalen Absprung einprägen. Es müssen Bilder und Gefühle geprägt werden, die im Geiste des Reiters zu Maßstäben werden. 

Solange sich der Reiter seiner Sache nicht sicher ist, hat es keinen Sinn, die Hindernisse zu erhöhen. Und dies gilt für jeden Reiter, auf jedem Niveau!

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Ein guter Start in die Turniersaison

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 Der Beginn der Turniersaison naht und damit wird es Zeit sich und sein Pferd darauf vorzubereiten. Wie jeder weiß, kommt es bei allen Sportarten und auch beim Reiten darauf an physisch und geistig in Form zu sein um bei den Anstrengungen des Wettbewerbs durchzuhalten.

Mots clés: 
ART67
Schlüsselwörter: Wettbewerb
Springturnier
Wettbewerbsvorbereitung
Mentale Vorbereitung des Reiters
Training fürs Turnier
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 Der Beginn der Turniersaison naht und damit wird es Zeit sich und sein Pferd darauf vorzubereiten. Wie jeder weiß, kommt es bei allen Sportarten und auch beim Reiten darauf an physisch und geistig in Form zu sein um bei den Anstrengungen des Wettbewerbs durchzuhalten.
Vor allem ein Konditionstraining für Gelenke, Muskeln und Atmung des Pferdes ist unumgänglich. Vernachlässigt man diese wesentliche Voraussetzung, setzt man die ganze Saison aufs Spiel. Springgymnastik mit Cavalettis, Linien, Übergänge sowie das Traben im Gelände sind Grundlagen der Vorbereitung des Pferdes auf den Wettbewerb.
Auch der Reiter sollte einsatzbereit sein und die Fähigkeiten getestet haben, auf die es im Turnier ankommt: seinen Blick einsetzen, einen guten Sitz haben und die richtige mentale Einstellung für das Springreiten.
Diese Vorbereitungen und Kontrollen sollte man vor dem Turnier zu Hause an einfachen Hindernisfolgen durchführen.
 rtschwierigkeiten kann man vermeiden, wenn man mit leichteren Turnieren beginnt. Es gibt Reiter, die mit Turnieren beginnen, die dasselbe Niveau haben, wie ihre Turniere vom Ende der letzten Saison. Auch das ist riskant für Pferd und Reiter. Ich wiederhole immer wieder, dass schlechte Erfahrungen Spuren hinterlassen und Verhaltensschemen hervorrufen, die man nicht so leicht wieder los wird. Dagegen kann es für Ihre mentale Haltung und die Ihres Pferdes nur von Nutzen sein, von Anfang an gelassen und entspannt einen schönen Parcours zu springen Nun sind Pferde zu Beginn der Saison oft übermütig, ausgelassen oder sogar gestresst. Genau das ist ein Grund dafür, nicht zu viel zu erwarten und sich bei der Vorbereitung Zeit zu nehmen. Man sollte mit 3 oder 4 Parcours mit sehr niedrigen Hindernissen beginnen. Nichts spricht dagegen, sein Pferd auf dem Reitplatz zu lösen, um Stress und kleine Mängel die zu Beginn der Saison auftreten können zu vermeiden. Empfehlenswert ist in diesem Fall auch das häufige Einlegen von Ruhepausen.
Im Großen und Ganzen sollten Sie Ihre Turniersaison so gut vorausplanen wie den Parcours: mit dem Panoramablick! Alles braucht seine Zeit. Planen Sie Ihr Programm Monat für Monat. Sie können es dann jederzeit anpassen, damit es sowohl Ihren physischen und mentalen Fähigkeiten entspricht, als auch Ihren Ergebnissen.
Los geht‘s, an die Arbeit!

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Wenn Sie den Panoramablick einsetzen, nehmen Sie eine Siegerhaltung ein

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Wenn Sie den Panoramablick einsetzen, nehmen Sie eine Siegerhaltung ein: Der Körper richtet sich auf, der Brustkorb dehnt sich, die Atmung wird freier, wodurch wiederum das Gehirn mehr Sauerstoff bekommt... Im Endeffekt werden wir so unsere geistigen und körperlichen Spannungen los.

Mots clés: 
REF ART62
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Mein Tipp um rasch phantastische Fortschritte zu machen lautet: Blicken Sie in die Ferne und nach oben!

Dadurch gewinnen Sie an Perspektive und können auftretende Schwierigkeiten überwinden. Wenn Sie den Panoramablick einsetzen, nehmen Sie eine Siegerhaltung ein: Der Körper richtet sich auf, der Brustkorb dehnt sich, die Atmung wird freier, wodurch wiederum das Gehirn mehr Sauerstoff bekommt... Im Endeffekt werden wir so unsere geistigen und körperlichen Spannungen los.

Man kann sich gar nicht vorstellen, wie sehr die einfache Tatsache, den Blick zu lösen, für die Haltung, das Begreifen einer Bewegung, die Harmonie mit dem Pferd... von Vorteil sein kann. Der steifste Reiter kann innerhalb kürzester Zeit flexibel werden. Die Steifheit bzw. Härte ist in erster Linie geistig bedingt, und nicht körperlich, wie wir oft annehmen.

Jeder ist dazu in der Lage, seinen Panoramablick einzusetzen. Ich habe dies bei Reitern jeden Alters und jeden Niveaus getestet. Ich habe Reiter gekannt, die eine völlig verklemmte und verkrampfte Haltung mit
blockierten Schultern und angespanntem Kiefer hatten... es hätte 10 Jahre gedauert, all diese Steifheiten zu lösen. Innerhalb von zwei Übungsstunden haben wir außerordentliche Ergebnisse erzielt, indem wir ausschließlich an ihrer mentalen Einstellung gearbeitet haben... mittels ihres Blicks. Ich habe nie von ihrer Haltung, ihrem Pferd oder ihrem Anreiten gesprochen, so lange sie nicht den Blick halten konnten. Im Lauf der Durchgänge mit dem richtig orientierten Blick ist es ihnen gelungen, sich in ihren Bewegungen wirklich zu entspannen, und vor allem ein echtes Vertrauensverhältnis mit ihrem Pferd zu schaffen. Diese Art von Ergebnis kann jeder erzielen. Sie können es mir aufs Wort glauben: «Sie werden woanders nichts Billigeres finden!» Ein verkrampfter Reiter verbraucht immens viel Energie, genau wie das Pferd, was gegen diese Steifheiten ankämpfen muss. Geringe Anstrengung kostet es hingegen, wenn man gelernt hat, den Blick zu halten.

Damit erreicht man echte Harmonie mit seinem Pferd, es ist ästhetischer, kräftesparender und kostet nicht viel!

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Vorm Sprung: Entern ohne zu kentern

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Wir lernen zwar alle erforderlichen Gesten und Einwirkungen um ein Hindernis richtig anzureiten, aber nur wenige Reiter trainieren ihre mentale Haltung. Und das, obwohl wir wohl wissen, dass die Kontrolle über unsere Gedanken und Gefühle in riskanten Situationen entscheidend ist.

Mots clés: 
ein Hindernis anreiten
Springübung
Kontrolle am Hindernis
Kontrolle der Gangart
Ruhe
REF ART37
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Im Allgemeinen fällt es einem im alltäglichen Leben nicht schwer, die Ruhe zu bewahren, solange alles wie gewohnt abläuft. Routine beruhigt, vertraute Gesten und Situationen wirken Kopfzerbrechen und essentielle Sorgen entgegen. Wenn Sie mit Ihrem Pferd auf dem Reitplatz trainieren ohne ein bestimmtes Ziel anzustreben, oder wenn zumindest nichts Besonderes auf dem Spiel steht, ist es ein Kinderspiel gelassen und entspannt zu sein.

Erst wenn man sich auf ein neues Terrain wagt, tauchen die Emotionen wieder auf und dann ist es vorbei mit der Gelassenheit. Vorm Hindernis, beim Einreiten in den Parcours, beim Stechen, bei einer Prüfung oder auch nur schon bei einer kleinen Störung ist man auf einmal wieder körperlich und geistig unruhig und gestresst.

Wir lernen zwar alle erforderlichen Gesten und Einwirkungen um ein Hindernis richtig anzureiten, aber nur wenige Reiter trainieren ihre mentale Haltung. Und das, obwohl wir wohl wissen, dass die Kontrolle über unsere Gedanken und Gefühle in riskanten Situationen entscheidend ist.

Um die Grundlagen der geistigen Vorbereitung zum Springen, vor allem zum Anreiten, zu erarbeiten, muss man sich nicht im Sattel befinden. Machen Sie es sich bequem in Ihrem Sessel. Gelingt es Ihnen genügend geistige Beherrschung aufzubringen, um Ihre Gedanken nicht in die Vergangenheit schweifen zu lassen, um sich nicht von einem Flugzeug, einem Geräusch im Haus, einem Vogel vorm Fenster, einer lästigen Fliege ablenken zu lassen? Wenn ja, versuchen Sie nun, vor einem Hindernis genauso unbeirrbar zu sein, wie in Ihrem Sessel. Beaufsichtigen Sie sich, versuchen Sie, sich alle Ideen, Bilder oder Urteile, die Ihnen einfallen, bewusst zu machen. Und beobachten Sie ihre Auswirkungen auf Ihre allgemeine Haltung - und ganz besonders auf Ihren Sitz.

Ich persönlich orientiere mich an den orientalischen Methoden der Gedankenkontrolle, insbesondere Yoga und Meditation helfen mir sehr.

Diese mentale Kontrolle sollte man ohne Unterlass einsetzen. Wenn ich zu Fuß unterwegs bin, oder im Auto, achte ich darauf, stets gelassen zu bleiben, mich nicht von einer Werbung ablenken zu lassen, oder einem aggressivem Fahrer… immer ruhig und unparteiisch zu bleiben, komme was wolle. Auf dem Pferderücken ist diese Einstellung unumgänglich, um die Verbindung zu seinem Pferd aufrecht zu halten. Wir haben es bereits festgestellt, auf das „Hier und Jetzt“ kommt es an. Wenn man sich von seinen Gedanken treiben lässt, ist man nicht mehr bei der Sache und „verliert“ sozusagen sein Pferd.

Manche werden jetzt sagen „ja, aber wenn ich nicht an die Zukunft denke, kann ich nicht vorsorgen, dann habe ich kein Ziel mehr!“ Natürlich kann man das! Selbstverständlich ist es möglich, in der Gegenwart zu leben. Im Parcours braucht man allenfalls ein Zehntel Sekunde um zu sehen, dass das nächste Hindernis ein Oxer ist und das hindert Sie nicht daran, Ihre Gefühle und die Signale Ihres Pferdes wahrzunehmen. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich von sinnlosen Vergleichen, Träumereien, endlosen Projektionen ablenken zu lassen. Sie beeinflussen uns wie Drogen, Alkohol oder Fernsehen. Tatsächlich verhalten Sie sich entweder passiv - als Zuschauer -  oder aktiv, in Ihrem Leben, als Akteur. Sie haben die Wahl!

 

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Was ist zu tun, wenn das Pferd auf die Hindernisse zustürmt?

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Ein freilaufendes Pferd wird kaum von alleine auf ein Hindernis zustürmen.

Im Gegenteil, es neigt eher dazu, darum herumzulaufen oder stehenzubleiben. Wenn es springt, wird es dies mit der gleichen Geschwindigkeit tun, oder aus Vorsichtsgründen langsamer.

Mots clés: 
ein Hindernis anreiten
Springübung
Kontrolle am Hindernis
Kontrolle der Gangart
Ruhe
REF ART53
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Ein freilaufendes Pferd wird kaum von alleine auf ein Hindernis zustürmen.

Im Gegenteil, es neigt eher dazu, darum herumzulaufen oder stehenzubleiben. Wenn es springt, wird es dies mit der gleichen Geschwindigkeit tun, oder aus Vorsichtsgründen langsamer.

Der Mensch bringt dem Pferd bei, auf ein Hindernis zuzustürmen. Entweder durch den falschen Einsatz der Longierpeitsche beim Freispringen oder beim Longieren, oder, weil der Reiter es so ausbildet, indem er ihm beibringt, beim Anreiten zu beschleunigen.

Im Prinzip entspricht jedem Hindernis ein bestimmter Galopp. Sie sollten diesen Galopp bereits deutlich vor dem Anreitbereich annehmen, und bis zum Absprung sowie bei der Landung aufrechterhalten.

Wenn ein Pferd dazu neigt, auf die Hindernisse zuzustürmen, fordere ich den Reiter dazu auf, das Umgekehrte zu machen von dem, was er befürchtet. «Wenn du Angst hast, dass dein Pferd vor dem Hindernis durchgeht, dann nähere dich in sehr hohem Tempo aus der Ferne an, und bremse während den letzten Galoppsprüngen, als ob du aus dem Stand springen wolltest». Sehr schnell ist
festzustellen, dass es der Reiter nicht übertreibt und beim gesamten Anreiten eine durchschnittliche Geschwindigkeit beibehält.

Ebenso, wenn Sie ein kleines Hindernis aufstellen, auf das ca. 7 Galoppsprünge später ein riesiger Steilsprung folgt, werden alle am ersten Hindernis ruhig und gesittet sein.

Durch die Vorstellungskraft des Reiters wird sich eine ruhige und konzentrierte Haltung bewahren lassen, und damit auch die Kontrolle des Pferdes.

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Wie trifft man den richtigen Absprungspunkt - 1. Teil

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« Kann ich meine Galoppsprünge abschätzen?» Auf diese Frage antworte ich: «Jeder kann seine Galoppsprünge abschätzen.»
Sie machen instinktiv dasselbe, wenn Sie auf der Straße gehen und Stufen oder die Bordsteinkante hochzusteigen haben.

Mots clés: 
Absprung am Hindernis
Galoppsprünge zum Hindernis
Taxieren von Distanzen
mentale Vorbereitung
Geistige Vorbereitung
REF ART60D
Niveau de difficulté: 
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Die Galoppsprünge

« Kann ich meine Galoppsprünge abschätzen?»
Auf diese Frage antworte ich: «Jeder kann seine Galoppsprünge abschätzen.»
Sie machen instinktiv dasselbe, wenn Sie auf der Straße gehen und Stufen oder die Bordsteinkante hochzusteigen haben. Sie werden Ihre Schrittlänge verkürzen oder verlängern, um die Stufe hochzusteigen, und weder
. einen zu großen Schritt machen, was zu anstrengend wäre;
. noch einen zu kleinen Schritt machen, wobei Sie gegen den Bordstein stoßen würden.

 

 

Dasselbe gilt beim Reiten. Bei einem regelmäßig galoppierenden Pferd, das weder stürmt, noch stark angetrieben werden muss, sehen alle Reiter instinktiv die richtige Absprungstelle. Ich habe dies bei Kindern erlebt:  Vor dem Hindernis fordern sie die Verlängerung oder Verkürzung der Galoppsprünge, um den passenden Absprungspunkt zu treffen. Die Reiter, die zu sehr mit den Distanzen beschäftigt sind, finden hingegen nicht den richtigen Absprung! Und zwar ganz einfach, weil sie darüber das Pferd, ihren Sitz, den Takt und vor allem ihre Gelassenheit vergessen!

Bei meinem Unterricht rede ich übrigens fast nie von richtigen Galoppsprüngen oder falscher Distanz, sonder eher von der Qualität des Galopps. Mit einem gut ausgebildeten Pferd, mit dem man ein Hindernis in gutem Galopp anreiten kann, ist es leicht, zur richtigen Absprungstelle zu gelangen, diesen Galopp bis zum Absprung beizubehalten und bei der Landung wieder vorzufinden.

Ich selbst habe angefangen, meine Galoppsprünge zu sehen, als ich zum ersten Mal ein Pferd ritt, das beim Anreiten eines Hindernisses zulegen und zurückkommen konnte. Es ist somit von grundlegender Bedeutung, zu lernen, wie man den Raumgriff der Galoppsprünge beeinflussen kann, um nicht mehr länger ‘Beifahrer’ zu sein und keinen Einfluss auf den Absprungspunkt zu haben. Ich stelle einige Übungen vor, die Ihnen dabei helfen können. (Siehe Horse Academy, Pocket Jump, Das buch Geheimnisse und Methoden eines grossen Meisters...)

 

Aus dem Buch "Geheimnisse und Methoden eines grossen Meisters"

 

Normale kurze Galoppsprünge im Arbeitstempo beim Training

Bei Hindernissen von weniger als 50 cm.

In-Out-Sprung = 3 m
1 Galoppsprung = 5,20 m
2 Galoppsprünge = 8,20 m
3 Galoppsprünge = 11,20 m
4 Galoppsprünge = 14,20 m
5 Galoppsprünge = 17,20 m
6 Galoppsprünge = 20,20 m

Bei Hindernissen zwischen 50 cm und 1 m
1 Galoppsprung = 5,70 m
2 Galoppsprünge = 9 m
3 Galoppsprünge = 12,50 m          
4 Galoppsprünge = 16 m
5 Galoppsprünge = 19,50 m
6 Galoppsprünge = 23 m

Bei Hindernissen von 1 m bis 1,25 m
1 Galoppsprung = 6,80 m
2 Galoppsprünge = 9,50 m
3 Galoppsprünge = 13 m   
4 Galoppsprünge = 16,50 m
5 Galoppsprünge = 20 m
6 Galoppsprünge = 23,50 m

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