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Biegung und Dehnung in einer Hindernisreihe

Intermédiaire

Die Konfiguration der Hindernisse fördert die Biegung und Dehnung des gesamten Pferdekörpers. Das erste Hindernis, ein Doppel, motiviert den Reiter zu einem rhythmischen Anritt und ermöglicht es, den Raumgriff vor dem Wassergraben anzupassen. Dadurch wird das Pferd auf diesen Weitsprung gut vorbereitet. Dazu drängt das Pferd dem Oxer gegenüber nach vorne und dehnt sich vermehrt.

Michel übt mit Alice, die einen mehrtägigen Kurs im Stall von Michel Robert macht. In dieser Trainingseinheit reitet Alice Undiams, einen 8-jährigen Wallach, den Michel seit einigen Wochen auf das Hochleistungsspringen vorbereitet. Für Alice ist das die Gelegenheit, mit diesem Pferd, das sie zum ersten Mal reitet, neue Erfahrungen zu machen.

Michel hat eine Hindernisreihe aus einem Wassergraben, einer Kombination und einem Oxer zusammengestellt. Das Pferd muss also die Schnelligkeit der Vorhand mit der Dehnung seiner Oberlinie über einem Weitsprung und der Schubkraft am Ende der Linie verbinden. Entspannung, regelmäßige Galoppsprünge, Geraderichtung und Panoramablick sind die Haupt-Zutaten für das Gelingen der Übung.

 

Des Weiteren macht diese Zusammenstellung Reiter und Pferd mit der Überwindung von Wassergräben vertraut, die erfahrungsgemäß oft Fehler im Parcours verursachen und ein Grund zur Besorgnis sind. Daher ist es interessant, das Springen dieser Hindernisse weitab vom Stress der Turniere zu trainieren.

 

Normalerweise neigt Undiams dazu, in den Kombinationen zuzulegen. Nach einigen Durchgängen stellt sich heraus, dass ihm dieses Training gut tut. Er verhält sich beim Springen aufmerksamer und teilt sich die verschiedenen Teile der Linie gut ein.

Das einzige Hindernis, das entsprechend der Erfahrung von Pferd und Reiter nach und nach höher gestellt werden kann, ist der Oxer.

Video Länge: 
6 min 50
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