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Die körperliche Verfassung des Reiters

Débutant

Geist und Körper sind eng miteinander verbunden. Die Weiterentwicklung des einen hat die Weiterentwicklung des anderen zur Folge. Wir sind eine Einheit, sei es auf spiritueller, physischer oder emotionaler Ebene... Wenn Sie Ihre Ernährungsweise verbessern, wird Ihr Geist sehr schnell klarer... Wenn Ihre Atmung nicht durch Stress behindert wird, zirkuliert das Blut besser und Ihr Körper lebt wieder auf.
Doch zu viele Reiter vernachlässigen auch die physische Seite Ihres Trainings.
Man hört oft: «Das Pferd macht die ganze Arbeit… Das Pferd ist der Sportler…» Jedoch sind viele begabte Reiter ganz einfach deswegen von der Bildfläche verschwunden, weil ihre Körperkondition nicht mitgehalten hat. Reiten ist ein Sport wie alle anderen. Er setzt voraus, dass jeder in Form ist, sowohl das Pferd als auch der Reiter.
Der Respekt für seinen eigenen Körper ist somit von grundlegender Bedeutung. Wie kann man auf Leistungsfähigkeit hoffen, wenn man sich nicht bücken kann, um seine Socken anzuziehen, wenn man kurz bevor es in den Parcours geht gegessen hat, oder wenn man zwei Schachteln Zigaretten pro Tag raucht?
Unser Körper ist das einzige, von dem wir sicher sind, es bis ans Ende unseres Lebens zu behalten. Darum sollten wir uns so lange wie möglich darum kümmern.
Ein sportlicher, einsatzbereiter Reiter mit einem klaren Geist und einem gesunden Körper kann problemlos ein hohes Leistungsniveau erreichen. Sich dessen bewusst zu werden, heißt, mit dem Leben zu gehen.

Die fünf Tibetaner sind Gymnastikübungen, die insbesondere die Gelenkigkeit, die Spannkraft und den Energiefluss in unserem Körper verbessern sollen. Ideal wäre es, wenn Sie diese Übungen jeden Tag, vornehmlich morgens, betreiben würden. Jeder Tibetaner sollte 21-mal wiederholt werden.
Wenn Sie nicht daran gewöhnt sind derartige Übungen zu machen, brauchen Sie bestimmt einige Tage oder Wochen um die ganze Serie in einem Stück durchführen zu können.

Am Ende der Übungen entspannen Sie sich einige Minuten und legen sich dabei mit dem Rücken flach auf den Boden. Atmen Sie dabei normal ein und aus. Genießen Sie Ihr Wohlbefinden.

Bald werden Sie merken, wie diese Übungen Ihnen helfen, sich in Ihrem Körper wohlzufühlen. Ich mache diese Übungen jeden Morgen seit mehreren Jahren. Meine damaligen Schmerzen im Rücken, in der Hüfte und in den Schultern sind verschwunden. Ich habe mich niemals zuvor so fit im Kopf und Körper gefühlt!

Michel Robert

DIE 5 TIBETANER

 

Tibetaner n°1 

 
 Strecken Sie die Arme zur Seite bis in Höhe der Waagerechten aus. Die Handflächen schauen zum Boden. Drehen Sie sich 21-mal um die eigene Achse im Uhrzeigersinn.   Wenn Sie 21 Drehungen ausgeführt haben, stellen Sie sich gerade hin und stützen Sie die Hände in die Hüften. Atmen Sie zweimal tief durch, mit der Nase ein und mit dem Mund aus
 Tibetaner n°2    
   
Legen Sie sich flach auf den Rücken. Spannen Sie die geraden Beine an, lassen Sie die Füße zusammen, legen Sie die Arme längs des Körpers und die Handflächen auf den Boden. Atmen Sie tief durch die Nase ein und heben Sie die Beine an, spannen Sie die gebeugten Füße an, heben Sie den Kopf und schauen Sie zu den Beinen und spannen Sie den am Boden liegenden Rücken stark an. Atmen Sie durch die Nase aus und kehren Sie dabei mit den Beinen und dem Kopf langsam zum Boden  zurück. Wiederholen Sie diese Übung 21-mal.
  Tibetaner n°3    
   
 Gehen Sie auf die Knie und behalten Sie die Zehen zur Unterstützung am Boden. Dann legen Sie Ihre Hände unter Ihr Gesäß bzw. Ihre Oberschenkel und verlagern Sie Ihr Kinn auf Ihre Brust.    Beim tiefen Einatmen durch die Nase verlagern Sie Ihren Kopf so weit wie möglich nach hinten. Beim tiefen Ausatmen durch die Nase kehren Sie in die erste Position zurück. Diese Übung wiederholen Sie 21-mal.
Tibetaner n°4    
 Setzen Sie sich auf den Boden und strecken Sie die Beine nebeneinander gerade nach vorne. Drücken Sie die Hände in der Höhe Ihrer Hüften auf den Boden und verlagern Sie Ihr Kinn auf die Brust.    Beim tiefen Einatmen durch die Nase heben Sie das Gesäß vom Boden an. Ihre Knie bleiben dabei zusammen und Ihren Kopf halten Sie dabei waagerecht nach hinten. Beim tiefen Ausatmen durch die Nase kehren Sie in die erste Position zurück. Diese Übung wiederholen Sie 21-mal.
Tibetaner n°5    
Strecken Sie Ihre Arme und Beine so aus, dass Ihr gesamtes Gewicht auf Ihren Handflächen und Ihren Zehen liegt. Ihren Kopf verlagern Sie nach hinten und Ihr Rücken fällt ins Hohlkreuz.    Beim tiefen Einatmen durch die Nase heben Sie Ihr Gesäß an. Spannen Sie dabei Ihre Arme und Beine an. Ihren Kopf lassen Sie nach unten fallen. Beim tiefen Ausatmen durch die Nase kehren Sie in die erste Position zurück. Diese Übung wiederholen Sie 21-mal.
Video Länge: 
2 min 30