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Seitengänge: der seitwärts treibende Schenkel

Schlüsselwörter
REF HANB12, dressurmäßige Vorbereitung, Seitengänge, seitwärts treibender Schenkel, aktiv treibender Schenkel, verwahrender Schenkel
Débutant

Seitengänge sind dazu bestimmt, Balance und Geschmeidigkeit des Pferdes zu verbessern. Im Fall der Seitengänge wirkt der Reiter nicht mehr symmetrisch auf das Pferd ein. Außen hat seine Hilfengebung eine andere Funktion als innen. Das gilt vor allem für den seitwärts treibenden Schenkel.

Der seitwärts treibende Schenkel wirkt selbstständig, unabhängig vom anderen Schenkel. Seine Rolle ist die Hinterhand auf einer inneren Spur zu bewegen oder, im Gegenteil, sie auf der, Spur zu halten, während die Vorhand auf einer inneren Spur läuft. Im ersten Fall spricht man vom Travers, im zweiten Fall vom Schulterherein. Bei diesen Übungen muss der Reiter seine Schenkel getrennt einsetzen und aufeinander abstimmen. In dieser Unterrichtsstunde erinnert uns Michel an einige grundlegenden Prinzipien um diese Hilfen richtig auszuführen und vom Pferd verstanden zu werden.

Ihr Pferd ist auf die Seitengänge vorbereitet, wenn es sich schwungvoll vorwärts bewegt und an den Hilfen steht. Es muss sich unbedingt taktmäßig fortbewegen. Schieben Sie Ihren äußeren Schenkel hinter den Gurt, wo er als seitwärts treibender Schenkel wirkt. Der innere Schenkel, der aktiv treibende Schenkel, hält die Vorwärtstendenz aufrecht.

 

Der seitwärts treibende Schenkel wirkt im rechten Winkel diskontinuierlich auf die Flanken des Pferdes, im Takt der Gangart.

Machen Sie ein paar Schritte im Seitengang und richten Sie Ihr Pferd wieder gerade, indem Sie Ihren äußeren Schenkel wieder in seine Ausgangsposition gleiten lassen. Treiben Sie ihr Pferd mit beiden Schenkeln an, um die Vorwärtstendenz aufrechtzuerhalten.

Ganz wichtig ist es, jeden Bewegungsablauf einzuteilen und sich die Gesten, die „sitzen“, zu merken, damit das Pferd Sie besser versteht.

Was man sich merken sollte:

> Man muss die Unabhängigkeit der Hilfen beherrschen, um seinen seitwärts treibenden Schenkel so einzusetzen, dass das Pferd es versteht.

> Die Arbeit in den Seitengängen muss man im Schritt anfangen.

> Um die Seitengänge korrekt zu trainieren, sollte der Reiter ein gleichmäßiges Tempo beibehalten und taktmäßig reiten.

Video Länge: 
8 min